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Die Kuh als Mitarbeiter
Alle Eltern kennen das Problem, ihren Kindern unangenehme Hausdienste nahe zu bringen. Es ist scheinbar unlösbar! In der Landwirtschaft gibt es wesentlich mehr unangenehme Arbeiten und dennoch ist es nicht so schwierig, seelenpflege-bedürftige Menschen für solche Aufgaben zu gewinnen. Denn hier sind die Kühe und alle anderen Tiere und Pflanzen wertvolle Mitarbeiter. Hier sind die Arbeitsabläufe leichter zu erkennen und die notwendigen Arbeiten ergeben sich aus dem Tages- und Jahresrhythmus der Natur; z. B. Kuh brüllt => füttern; Getreide ist reif => ernten. Das ist aber nur eine, die mehr mechanische Seite eines Hofes. Wichtiger und entscheidender sind die guten , „Hofgeister"Das sind all die Stimmungen, Empfindungen und Seelenkräfte, die auf einem Hof leben und wirken. Wir „sogenannten Normalen" haben große Mühe, diese ,,Hofgeister" wahrzunehmen; kleine Kinder und behinderte Menschen leben in dieser realen Seelenwelt, wie sie von einem Hof, von Tier, Pflanze und Erde ausgeht.
Wer einmal während der Fütterungszeit im Kuhstall war, kann dies gut nachempfinden. Diese Stimmung, dieses gegenseitige ,,Verstehen" ist Therapie! Es bildet und formt alle Menschen, die auf solch einem Hof leben und arbeiten. Es ist aber auch eine Therapie für die Landwirtschaft, wenn sich wieder Mensch, Tier, Pflanze und Boden verbinden.




