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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft als Schale


Angeregt durch den DEMETER – Gedanken wollten die Gründer die Landwirtschaft als „Schale“ betrachten, in der der Martinshof ruht. Alle weiteren Arbeitsbereiche und Tätigkeiten sollten sich daraus ableiten. So sollte aus dem Korn das Mehl und aus dem Mehl das Brot auf dem Hof in einer Bäckerei entstehen. Aus dem Feldgemüse und den Kartoffeln sollten in der Küche die Mahlzeiten zubereitet werden, auf den Wiesen sollten die Kühe grasen und aus der Milch sollte Butter, Käse und Joghurt hergestellt werden.

Diese Idee hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Da auf dem Martinshof der Heimplatz und der Arbeitsplatz eine Einheit bilden, (Wohnheim an einer WfbM) brauchen wir für unsere Bewohner Arbeitsplätze für ein ganzes Jahr. Das heißt, auch bei Regen, Sturm, Schnee und Frost muss eine sinnvolle und produktive Arbeit möglich sein. Das kann die großflächige Landwirtschaft nicht leisten. Das Pflügen, Sähen und Ernten erfordert Großmaschinen, die nur von wenigen Bewohnern bedient werden können. Wenn Schnee liegt oder bei starkem Regen ruht die Feldarbeit. Natürlich müssen jeden Tag die Tiere im Stall versorgt werden, aber das Arbeitsleben auf dem Hof wird immer stärker von der Gartenarbeit geprägt.

Die Landwirtschaft des Martinshofes ist neben ihrer Funktion als Arbeitsbereich (WfbM) auch wesentliche Basis der Lebens- und Arbeitsge-meinschaft auf anthroposophischer Grundlage. Mit ihrer geographischen Lage, den Weiden und Stallungen soll sie die bäuerliche Kultur prägen. Zur ländlichen Atmosphäre und der Bewirtschaftung eines DEMETER – Betriebes gehört natürlich die Tierhaltung.